Weiterführendes zum Thema ATMENInformationen, Übungen, Literaturhinweise und Links.
Atmen Vielleicht möchten Sie eine Atem-Techniken probieren und sich dabei jeden Atemzug als weißes Licht vorstellen, wie es durch spezifische Teile oder Systeme des Körpers fließt. Jedesmal, wenn Sie einatmen, fließt das energetisierende Licht direkt zur Quelle der Spannung oder an die Region des Körpers, die gestärkt werden soll. Dort lassen Sie eine glühende Lichterkugel entstehen. Bei jedem Einatmen wächst diese Kugel in ihrer Intensität; bei jedem Ausatmen visualisieren Sie, daß Sie Schmerz, Gifte und Müdigkeit ausatmen. Schon nach kurzer Zeit empfinden Sie Ihren Körper auf ganz andere Weise. Die Bauchatmung: In den folgenden Entspannungs-Praktiken wird immer die Bauchatmung mit einbezogen. Forcieren Sie nicht Ihre Atmung, lassen Sie sie einfach in sich selbst entstehen! Wenn Sie sich immer mehr entspannen, werden Sie merken, daß Ihre Atmung automatisch immer langsamer wird. Ein wichtiger physiologischer Effekt der Entspannungs-Reaktion ist die Reduzierung des Sauerstoff-Konsums im Körper und die Verlangsamung des Stoffwechsels. Ihr Körper macht einen Wandel durch und nutzt den Sauerstoff effizienter: Wenn Sie weniger Sauerstoff benötigen, wird auch Ihre Atmung langsamer. Wenn sich Ihre Atmung verringert, wird sie schließlich langsam, daß sie schon fast nicht mehr wahrnehmbar ist. So kann das Gefühl einer wunderbaren Anstrengungslosigkeit hervorgerufen werden, das man als "Fließen" oder "Leichtigkeit" beschreiben kann. Oder: "der Körper atmet sich selbst". Die Nasenatmung: Und wenn Sie wollen, können Sie dabei die Atemzüge zählen. Zählen Sie von 1 bis 10, wenn Sie bei 10 angekommen sind, fangen Sie wieder von vorne an. Sollten sich störende Gedanken einstellen, kämpfen Sie nicht dagegen an. Lassen Sie sie einfach vorüberziehen und richten Sie Ihre Aufmerksamkeit wieder auf Ihren Atem.- Atem-Übung für aktives Denken: Atme ein, ich weiß, daß ich einatme. Atme aus, ich weiß, daß ich ausatme. Ein/Aus. Atme ein, ich sehe mich als Blume. Atme aus, ich fühle mich frisch. Blume/Frische. Atme ein, ich sehe mich als Berg. Atme aus, ich fühle mich kräftig. Berg/Kraft. Atme ein, ich sehe mich als stilles Wasser. Atme aus, ich reflektiere Dinge so wie sie sind. Wasser/Reflektion. Atme ein, ich sehe mich als Raum. Atme aus, ich fühle mich frei. Raum/Freiheit. Um diese Übung durchzuführen, sagen Sie die Wörter des ersten Verses zu sich selbst, während Sie ein- und ausatmen. Wiederholen Sie dieses fünf- bis zehnmal, bis Sie, wie Hanh sagen würde "gestoppt haben, still sind und Ihre wahre Heimat des gegenwärtigen Augenblicks erreicht haben". Dann gehen Sie zu dem nachfolgen Vers, wiederholen diesen so oft, bis Sie sich reif fühlen, um zum nächsten Vers über zu gehen. Wie Hanh beobachtete: "Bewußtes ein- und ausatmen hilft, den besten Zustand zu erreichen - Stille, Frische, Stabilität, Klarheit und Freiheit ... fähig zu sein, den gegenwärtigen Augenblick als den besten Moment des Lebens anzusehen." Die Körperreise: Manche Menschen finden es effektiver, jedes Körperteil mit einer Zahl zu verbinden, angefangen mit Eins oben am Kopf, bis Sie am Ende (etwa bei Sechzig) wieder am Kopf ankommen. In dem Maße, wie Ihre Aufmerksamkeit von einem Körperteil zum nächsten wandert, wird diese Aufmerksamkeit von starken Körperempfindungen begleitet - von Gefühlen wie Dahinschmelzen, Auflösung, Wärme, Heiterkeit oder "Weicher-werden". Wenn Sie eine kompletten Körperreise gemacht haben, werden Sie danach vollkommen entspannt sein. Die Visualisierung von Licht: Auch hier gibt es wieder unterschiedliche Variationen. Beispielsweise kann die Vorstellung von Licht mit der Technik der Körperreise verbunden werden. Beobachten Sie bei jeder Zahl - wenn Sie Ihre Aufmerksamkeit einem anderen Körperteil zuwenden - wie das Licht in diesen Teil des Körpers einströmt und Wärme ausstrahlt. Bewegen Sie das Licht durch Ihren Körper. Die weiße Wolke: Das ist Qi, die "vitale Atmung", die Energie des Lebens. Wenn Sie einatmen, beobachten Sie die Wolke, wie sie durch die Nase zieht, hinunter in den Bauch, und dann weiter bis zur Basis der Wirbelsäule. Stellen Sie sich nun die Wirbelsäule als ein Rohr vor, in das die weiße Wolke hineinzieht und dann nach oben wandert. Spüren Sie, wie die Wolke in Ihrer Wirbelsäule nach oben wandert, den Rücken entlang und in den Nacken. bis die Wolke als weißer Dampf aus der Spitze des Rohres aufsteigt. Die strahlend weiße Wolke strömt in Ihren Kopf, zirkuliert dort und füllt den Schädel. Wenn Sie durch den Mund ausatmen, so stoßen Sie die Wolke aus, diesmal wieder etwas dunkler, schmutziger und nebeliger, sie trägt dabei etwas von der Müdigkeit und den Giften aus unserem System mit sich. Wiederholen Sie diese Atmung mehrere Male und konzentrieren Sie sich dabei auf die ganze Atmung. Mindfullness - aktives Denken Der erste Schritt zum aktiven Denken ist die Bewußtwerdung derAtmung. Konzentrieren Sie Ihre Aufmerksamkeit vollständig auf Ihren Atem und werden Sie sich der Empfindungen bewußt, die Ihren Atem begleiten. Nehmen Sie die Gefühle wahr, die Sie begleiten, wenn der Atem durch Ihre Nase, die Lungen, den Bauch gelangt und den Körper wieder verläßt. Jeder Gedanke oder jede Wahrnehmung, die vom Gefühl der Atmung ablenkt, bedeutet Unaufmerksamkeit. Wenn Ihr Geist unaufmerksam wird, so müssen Sie sich wieder auf Ihre Atmung konzentrieren. Versuchen Sie nicht einzugreifen, lassen Sie sich einfach treiben und versuchen Sie nicht an Ihren Atem zu denken. Nehmen Sie ihn einfach wahr und konzentrieren Sie sich wieder auf Ihren Atem. Menschen, die geistig sehr aktiv sind, finden sich häufig in einem Rennen der Gedanken, einem mentalen Geschwätz wieder oder sie denken noch an die täglichen Aktivitäten und die unvollendeten Geschäfte. All dies lenkt sie vom aktiven Denken ab. Der erste Impuls ist, die Gedanken zu unterdrücken. Unterdrückte Gedanken sind auch nur eine Art der mentalen Aktivität. Besser ist es, sich bewußtzuwerden, was in Ihrem Geist vor sich geht, am besten mit einer Einstellung aus der Ferne und der folgenden Betrachtung: Sie sind der Beobachter und nicht der Akteur. Lassen Sie die Gedanken durch Ihren Geist laufen, ohne sie zu fokussieren, so wie ein Güterzug, der an Ihnen vorbeirauscht. Bringen Sie Ihr Bewußtsein zurück zur Atmung. Wenn Gedanken auftauchen, kämpfen Sie nicht dagegen an, beurteilen Sie sie nicht, sondern nehmen Sie sie einfach nur wahr und konzentrieren Sie sich wieder auf Ihren Atem. Wenn Sie sich innig um das Ein- und Ausatmen kümmern, werden Sie nach einiger Zeit einen feinsinnigen Wandel im Bewußtsein feststellen. Der Zen-Meister Thich Nhat Hanh beschreibt den Prozeß folgendermaßen: "Wenn wir einatmen, dann wissen wir, daß wir einatmen, und wenn wir ausatmen, dann wissen wir, daß wir ausatmen. Wenn wir dies tun, so beobachten wir viele Elemente der Freude in uns und um uns herum. Wir können uns am Atmen und an unserem Leben erfreuen." Sie werden merken, daß diese Übung Körper und Geist schnell beruhigt. Sie werden sich dabei Ihrer Gefühle und Gedanken bewußt, und während Sie sie wahrnehmen und Ihre Aufmerksamkeit wieder auf Ihren Atem richten, stellen Sie fest, daß es nicht Ihre Gedanken oder Gefühle sind, sondern Sie sich von ihnen distanzieren können. Dies kann mit der Zeit zu einem Gefühl innerer Ruhe, Klarheit und Zentrierung führen. * Ilse Middendorf, Der Erfahrbare Atem, Junfermann-Verlag Empfehlenswerte Links http://members.aol.com/isisem/literature.htm http://connection-medien.de/special/atem/surf.htm http://www.connection-medien.de/special/atem/dregger.htm
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