Weiterführendes zum Thema MENTALES TRAININGInformationen, Übungen, Literaturhinweise und Links
Unsere (bewußten und unbewußten) Vorstellungen haben erhebliche Konsequenzen auf unser Verhalten, unser Selbstvertrauen, unsere Gefühle und unsere gesamte Körperchemie. Vorstellungen können stärker sein als "tatsächliche" Erlebnisse. Der Philosoph Epitet vor 2000 Jahren: "Es sind weniger die Ereignisse, die den Menschen beunruhigen, als vielmehr die Vorstellungen, die er sich von diesen Ereignissen macht." Gedanken, Bilder und Vorstellungen Und heute? Jeane Achterberg ist Professorin an der University of Texas, Forschungsdirektorin für Rehabilitationswissenschaften, Mitbegründerin der Professional School of Biofeedback in Dallas. Sie kam aufgrund ihrer langjährigen klinischen Erfahrung und Forschungstätigkeit zu der Überzeugung, daß innere Bilder für unsere Gesundheit eine zentrale Rolle spielen. Prof. Achterberg: "Vorstellungen haben auf physische Reaktionen eine direkte und eine indirekte Wirkung und werden umgekehrt ebenfalls von ihnen beeinflußt. Man nimmt an, daß Vorstellungsbilder zwar nicht notwendigerweise identische, aber ähnliche innere Reaktionszustände auslösen wie "reale" äußere Stimuli. Bei Visualisierungsübungen ist beispielsweise die Sehhirnrinde aktiviert, die peripheren Sehbahnen können ebenfalls daran beteiligt sein. Menschen mit intensiven inneren Bildern erleben ebenso ausgeprägte physiologische Reaktionen. Intensive Gedanken an bestimmte Körperreaktionen aktivieren die dazugehörigen Nervenzellen. Die Entladungsquote ist zwar extrem niedrig, aber nichts desto weniger eindeutig meßbar." * Ausgangspunkt jeder erfolgreichen Visualisierung ist ein entspannter Zustand. In diesem Zustand der Ruhe und Gelassenheit verschwinden alle äußeren Reize, Ihre Motorik kommt zur Ruhe und störende Gedanken werden ausgeschaltet. Sie sind vollständig frei für Ihre inneren Bilder. * Dabei werden die Bilder umso wirksamer je anschaulicher sie sind. Füllen Sie Ihre innere Leinwand mit Farben, Tönen, Gerüchen, Gefühlen und Musik! Je genauer Sie sich jedes Bild und jede Einstellung ausmalen, desto mehr Energie konzentrieren Sie auf die Erfüllung Ihrer Wünsche. * Sollten Sie Anfangs Schwierigkeiten haben Bilder "zu sehen", machen Sie sich keine weiteren Gedanken. Viele Menschen "fühlen", "spüren" oder "denken"ihre Bilder. Mit der Zeit fällt es Ihnen immer leichter innere Bilder zu sehen. * Und um Ihre Technik zu verbessern haben wir zwei Kassetten mit Übungen produziert. Sie ermöglichen Ihnen, von einfachen Buchstaben und Zahlen bis hin zu komplexen Filmen Ihr Vorstellungsvermögen gezielt zu trainieren und auszubauen. Mentales Training im Sport Dr. James E. Loehr ist Leiter eines Hochleistungs-Trainingsinstitutes für Spitzensportler, Direktor für Sportpsychologie, Trainer, Berater und Personal Coach: "Wie bei einem Computer erhalten wir immer das zurück, was wir einprogrammieren. Unsere Denkmuster und Selbstgespräche stellen wichtige Input-Quellen dar. Entweder programmieren Sie sich für den Erfolg oder Sie programmieren sich für den Mißerfolg. Machen Sie sich nichts vor, indem Sie glauben, daß Ihre negative Haltung harmlos ist. Was in Ihrem Kopf vorgeht, das spiegelt Ihr Körper wieder. Eine erfolgreiche Steuerung Ihrer idealen Leistungsverfassung und die Fähigkeit, ein guter Wettkämpfer zu werden, machen es erforderlich, daß Sie Ihre negative Grundeinstellung unter Kontrolle bekommen. Die folgenden drei Schritte sollten Ihnen ganz erheblich dabei helfen: Schritt 1: Schritt 2: Schritt 3: Dr. James E. Loehr "Persönliche Bestform durch Mental-Training" Anker setzen In den letzten Jahren wurde diese Technik immer weiterentwickelt und perfektioniert, so daß neue Varianten Ihnen ermöglichen, sich selbst in Trance einen Auslösemechanismus einzupflanzen, der später, wenn er abgerufen wird, automatisch bestimmte (und gewünschte) Verhaltensweisen hervorruft, oder die Person in einen bestimmten Zustand versetzt. Diese Technik wird "ankern" genannt. Ein Anker ist im Grunde ein Ursache/Wirkungs-Mechanismus. Pavlow konditionierte seine Hunde, beim Erklingen einer Glocke Speichel zu produzieren, indem er ihnen beibrachte, das Läuten der Glocke mit Futter in Verbindung zu bringen. Anker werden "gesetzt", wenn wir uns in einem erhöhten oder sehr intensiven Bewußtseinszustand befinden und auf dem Höhepunkt ein bestimmtes Signal oder einen bestimmten Reiz verankern. An diesem Punkt wird eine neurologische Verbindung zwischen dem Stimulus und dem Zustand hergestellt. Pavlow´s Hunde befanden sich in einem erregten Zustand (Hunger), als sie das Futter erhielten, und am Höhepunkt erklang die Glocke. Nach einiger Zeit reichte der Glockenton aus, um die Speichesekretion der Hunde anzuregen. Auf ähnliche Weise lösen zahllose Oldies eine bestimmte Wirkung in mir aus. Ich saß z.B. einmal in einem erregten Zustand (Petting) im Rücksitz eines Autos, als im Radio "Mr. Blue" von Fleetwood Mac lief. Noch heute, 30 Jahre später, löst dieses Stück jedes Mal Pavlowsche Reflexe in mir aus - das Stück ist ein Anker für diesen intensiven psycho-physiologischen Zustand geworden. Anker können in allen Lebenslagen kreiert werden Wir wissen, daß die Intensität und Beständigkeit des Ankers umso größer ist, je intensiver oder erweiterter unser Bewußtseinszustand ist. Wie aus zahlreichen Untersuchungen hervorgeht, sind Mind Machines äußerst wirksame Hilfsmittel für die Induzierung intensiver und erweiterter Bewußtseinszustände. In einer durch Selbsthypnose erreichten Trance begeben wir uns in einen erweiterten, intensivierten Zustand, Hypersuggestibilität genannt. Die Kombination von Selbsthypnose mit Mind Machines ist eine der schnellsten und wirksamsten Methoden, die je entwickelt wurde, um Anker zu setzen. Wie setzt man sich einen Anker? Stellen Sie sich Ihre Kollegen vor, lassen Sie den Sitzungsraum vor Ihrem inneren Auge entstehen, hören Sie die vielen Stimmen, riechen Sie die typischen Gerüche, fühlen Sie den Stuhl usw. ensiv wie möglich - und wenn das Gefühl am stärksten ist, Sie ein perfektes Hoch empfinden, Selbstvertrauen und das Gefühl haben, die Situation zu meistern - dan Visualisieren Sie alles, bis zu den kleinsten Details und stellen Sie sich selbst als eloquent, souverän, einfallsreich und kontrolliert vor. Spüren Sie alles so intensiv wie möglich - und wenn das Gefühl am stärksten ist, Sie ein perfektes Hoch empfinden, Selbstvertrauen und das Gefühl haben, die Situation zu meistern - dann setzen Sie sich an diesem Punkt Ihren Anker. Der Anker kann ein bestimmter Reiz sein. Sie können z.B. Ihren Daumen an den ersten Knöchel Ihres Zeigefingers legen. Untersuchungen haben ergeben, daß die besten Anker diejenigen sind, die verschiedene Arten von Sinneserfahrung miteinander kombinieren, also Klänge, Bilder, Gefühle etc. Vielleicht möchten Sie einen Anker setzen, der die oben beschriebene Fingerhaltung mit einem gesprochenen Wort (z.B. "Jetzt spreche ich!") verbindet, vielleicht wollen Sie auch diesen Anker zusätzlich mit einer bestimmten Vorstellung (z.B. Sonnenschein) verstärken. Sobald ein Anker gesetzt wurde Wenn Sie Ihren Anker in einem äußerst konzentrierten und intensiven Zustand setzen, reicht dieses eine Mal aus, eine starke Wirkung zu erzeugen, wenn Sie ihn später wieder aktivieren. Trotzdem kann - wie so häufig - durch Wiederholung ein Anker noch verstärkt werden. Die Benutzung von MTs kann es Ihnen ermöglichen, sich jederzeit schnell und verläßlich in einen tiefen, entspannten und aufnahmebereiten Zustand zu versetzen, sie sind von unschätzbarem Wert für die Erzeugung wirkungsvoller Anker. Wenn Sie sich einen Anker gesetzt haben, können Sie dazu übergehen, sich ein ganzes Repertoire unterschiedlicher Anker zu schaffen - einen für Entspannnung, einen für plötzliche Ausbrüche körperlicher Energie, einen für Freude, intensive Konzentration, Kreativität, Selbstheilung, Schmerzlinderung, Selbstvertrauen usw. Probieren Sie es aus! Aus: Michael Hutchison, Megabrain Power, Junfermann Verlag * Serge Kahili King, Der Stadtschamane, Verlag Alf Lüchow http://www.zeitzuleben.de/inhalte/index.html |
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